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GWÖ-Filmabend OECONOMIA - ein Rückblick

Hamburg, 22.03.2022
     
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OECONOMIA & Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ)

Ein ethisches Wirtschaftsmodell als Alternative zu den im Film transparent dargestellten Auswirkungen und Problemen der aktuellen Geldentstehung.

Am 22.03.2022 fand im Abaton-Kino der erste GWÖ-Filmabend diesen Jahres mit anschließendem Publikumsgespräch statt. Gezeigt wurde der Film OECONOMIA.

Charmant führte Barbara Knoben, aktive Vertreterin und Beraterin der GWÖ, durch den Abend. Nach einer kurzen Vorstellung der GWÖ und einem ersten Austausch mit dem Experten David Hock (Sozialökonom mit Schwerpunkt Volkswirtschaft, Vertreter der „Modern Monetary Theory (MMT)“, sowie aktives Mitglied der GWÖ), freuten sich 50 Besucher*innen wiederholt oder zum ersten Mal auf den Film.

In dem Film geht die Regisseurin Carmen Losmann der einfachen Frage „Wie entsteht Geld?“ nach. Sie fragt ausschließlich Menschen, die es wissen müssten. Die Antworten sind so unterschiedlich, wie die Schocksekunden lang sind, bevor die Frage wirklich bei den „Experten" ankommt. Beim Publikum lösten eher die Schockmomente der Experten erheiterte Reaktionen als, als die zum Teil sehr kurzsichtigen Antworten.

Nach dem Film entstand ein reger Austausch zwischen allen Beteiligten, dem Publikum und unserem Experten.

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Das Publikum gab sich gegenseitig Vorlagen, und hob damit verschiedene Blickwinkel, unterschiedliche Szenen des Films, hervor. David Hock erläuterte die Ansätze der „Modern Monetary Theory“ in Bezug auf die aktuelle Geldpolitik und stellte unterschiedliche Einflussfaktoren mit Hilfe bildlicher Beispiele dar. So werden sicherlich bei den meisten, wenn nicht sogar allen Besucher*innen, zukünftig die Begriffe "Bagger" und "Sandkasten" automatisch Assoziationen zu den möglichen Einflussnahmen des Staates auf die Geldpolitik auslösen. David Hock gebrauchte dieses Bild, um deutlich zu machen, dass der Staat nicht - wie oft angenommen – wie ein  Kind im Sandkasten spielt, das anderen Kindern (Unternehmen, Haushalten) erst Sand (Geld über Steuern) wegnehmen muss, um selbst etwas zu bauen. Vielmehr sei der Staat der Bagger, welcher für gemeinwohl-orientierte Vorhaben neuen Sand bereitstellen könne.

Ein guter Film in einer schönen Umgebung mit einem interessierten Publikum ist für die Organisator*innen eine Bestätigung, dass man auch zukünftig wieder so einen Abend anbieten möchte. Bleiben Sie auf dem Laufenden und informieren Sie sich auch über weitere Aktivitäten und Veranstaltungen der GWÖ Regionalgruppe Hamburg auf dieser Website.

Vielen Dank...

  • an Barbara Knoben, Christina Holst und Lenja Rother für die Organisation des Filmabends
  • an David Hock, dass er mit Wissen, Humor und Zeit zur Verfügung stand
  • an Frank Geschke für diesen Bericht