Hamburg

Hamburger Politik nach Corona

Hamburg, 11.05.2020
     
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Positionspapier der AG Politik an SPD und Grüne in den Koalitionsverhandlungen

Die sozial-ökologische Wende einläuten. Darum ging es der GWÖ vor der Corona-Krise. Und darum geht es nun in der Frage, wie unsere Gesellschaft aus der Pandemie hervorgeht. Die Hamburger AG Politik hat hierzu ein zweiseitiges Input-Papier ausgearbeitet, in dem sie fünf Vorschläge an den Hamburger Senat richtet - hier zusammengefasst:

  1. Nachhaltigkeitspolitik wird Chefsache: Das schon bestehende "Nachhaltigkeitsforum" - das die gesamte Breite der Hamburger Zivilgesellschaft aufweist - wird an die Senatskanzlei angebunden und bedeutender Diskussionsort kooperativer Transformationskonzepte.
  2. Mobilisierung der Bürger*innen: Wie möchten wir als Gesellschaft unser Zusammenleben gestalten? Darüber braucht es jetzt den großen Dialog. Digital kann dieser sofort über die Open-Source-Plattform „Consul“ gestartet, später durch einen analogen Bürger*innen-Rat ergänzt werden.
  3. Gemeinwohl-Bilanzierung als Transformationskompass: Das zentrale Instrument der GWÖ, die ,Gemeinwohl-Bilanzierung‘, bleibt aktuell. Es eignet sich für anstehende Investitionsförderungen als Kompass – für Unternehmen wie Organisationen, Städte und Kommunen.
  4. Bedingungsloses Grundeinkommen testen: Nach mehr als 13.000 Hamburger Unterschriften für die Volksinitiative ,Bedingungsloses Grundeinkommen‘ hat die Hamburger Bürgerschaft die Möglichkeit, mit einem fraktionsübergreifenden Beschluss einen Modellversuch zu starten.
  5. Klimaplan zügig umsetzen: Mit dem globalen 1,5-Grad-Ziel im Visier werden umfassende Veränderungen vorangetrieben; Fortsetzung der Energiewende, Ausweitung des ÖPNV und der Fahrradlogistik, eine klimaverträglichere Gebäudesanierung sowie eine ökologisch-regionale Lebensmittelversorgung sind geeignete Maßnahmen.

Hier komplette Positionspapier:  Icon Positionspapier Sozial-ökologische Transformation in Hamburg (250,3 KB)

 

Auch interessant:

19 Hamburger Verbände und Organisationen, darunter die Gemeinwohl-Ökonomie Hamburg, haben sich an die rot-grünen Koalitionäre gewandt, damit die aufgrund der Coronakrise in Aussicht gestellten öffentlichen Mittel in Milliardenhöhe gezielt für einen sozial-ökologischen Umbau von Gesellschaft und Wirtschaft genutzt werden. Dazu wurde ein gemeinsamer Forderungskatalog erstellt und am 8. Mai 2020 an die Parteispitzen von SPD und Grünen verschickt. Nähere Infos