Hamburg

Welterschöpfungstag 2020: Ab heute, 22.8. lebt die Menschheit auf Pump

Hamburg, 22.08.2020
     
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Eine Wirtschaft, die sich am Gemeinwohl orientiert, ist die einzige Lösung, um künftigen Generationen einen gesunden und bewohnbaren Planeten zu hinterlassen!

COVID-19 hat den ökologischen Fußabdruck der Menschheit schrumpfen lassen und das Datum des Earth-Overshoot-Day (oder auch Erdüberlastungstag) im Vergleich zum Vorjahr um mehr als drei Wochen nach hinten verschoben – was seit Jahren nicht mehr geschehen ist. Die Herausforderung, unsere Wirtschaft wieder anzukurbeln, bietet Ländern eine einzigartige Chance, die Zukunft so zu gestalten, wie wir sie uns wünschen. Aber passiert das auch?

Es gibt viele Lösungswege, die gemeinschaftlich oder individuell angegangen werden können. Wir beeinflussen die Zukunft maßgeblich dadurch, wie wir die Nahrungsmittel produzieren, wie wir uns fortbewegen, wie wir uns mit Energie versorgen, wie viele Kinder wir haben und wie viel Land wir für wilde Tiere schützen.

Halbierten wir zum Beispiel die CO2 Emissionen, so würde sich das Earth-Overshoot-Datum um 115 Tage verschieben, so die Aussage des Global Footprint Network . Auf deren Website gibt es zahlreiche interessante Zahlen, welchen Effekt welche Maßnahmen hätten. Im Rahmen der Aktion #MoveTheDate kann man auf einer Karte Lösungsvorschläge machen, wie das Datum des Erderschöpfungstags nach hinten verschoben werden kann.

Unsere klare Antwort: eine Transformation des Wirtschaftssystems.
Wir haben daher die GWÖ auch in die #MoveTheDate-Karte eingetragen.

Es braucht eine konsquente sozial-ökologische Transformation, und zwar schnell.

Die Politik ist gefragt, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Klimaschädliches Wirtschaften darf sich nicht mehr lohnen. Unternehmen und Organisationen müssen belohnt werden, wenn sich klimafreundlich, aber wir meinen nicht nur das sondern insgesamt gemeinwohl-orientiert handeln.

Die Vorschläge eines großen Hamburger Bündnisses inkl. der Gemeinwohl-Ökonomie Hamburg liegen dem Hamburger Senat vor. Genauso eine Stellungnahme zum Koalitionsvertrag.

Außerdem haben GWÖ-Vertreter*innen aus 17 Ländern gemeinsam ein Statement verfasst mit konkreten Empfehlungen während und nach der Corona-Krise. Die GWÖ Bewegung sieht eine Wirtschaft, die sich am Gemeinwohl orientiert, als die einzige Lösung, um künftigen Generationen einen gesunden und bewohnbaren Planeten zu hinterlassen. Internationales Statement zu einer Post-Corona-Ökonomie