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Kurz-Renzension des Films "Der marktgerechte Mensch"

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Seit kurzer Zeit läuft in den Kinos der durch Spenden finanzierte Film Der marktgerechte Mensch - Wenn der Mensch zur Ware wird von Leslie Franke und Herdolor Lorenz.

Da mir bekannt war, dass in diesem 100-Minuten-Film auch die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) eine Rolle spielt, nahm ich die erste Gelegenheit wahr, um mir das Werk anzuschauen. Besonders beeindruckend waren für mich sowohl der Einsatz künstlerischer Elemente als auch vor allem die Gespräche mit den Betroffenen der menschenunwürdigen Zustände in nicht wenigen Arbeitsbereichen unserer Gesellschaft. Dass dabei nicht nur Missstände in Deutschland, sondern beispielsweise auch in Afrika sowie durch das sich weltweit ausweitende "Krebsgeschwür" der Freelancer-Tätigkeit ungeschminkt aufgezeigt werden, macht das Werk zu einem nicht alltäglichen Erlebnis.

Der Film ist wirklich sehenswert, auch wenn manche Besucher*innen die GWÖ, trotz des Mitwirkens von Christian Felber und den gezeigten Praxisbeispielen von GWÖ-Unternehmen, im Gesamtrahmen vielleicht nicht als die Hauptbotschaft empfinden werden. Aber jeder zum Nachdenken fähige Mensch erkennt bei allen Szenen dieses Films, dass sich als wichtigster Ausweg aus dieser unwürdigen "Menschen-Vermarktung" zur Gewinnmaximierung die Umsetzung der Ideen der Gemeinwohl-Ökonomie geradezu zwingend anbietet. Ein kleiner "Wermutstropfen" ist vielleicht der Umstand, dass die GWÖ in der Film-Mitte verankert wurde und nicht als krönender Abschluss.

Günter Grzega
Botschafter der Gemeinwohl-Ökonomie und Vorstandsvorsitzender a. D. Sparda-Bank München eG